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Die französische Studentin Suzanne wird während eines Korfu-Urlaubs vergewaltigt. Als sie merkt, dass ihr Pariser Freundeskreis zunehmend verständnislos auf ihr Trauma reagiert, wagt sie in Hamburg einen Neuanfang. Hier lernt sie den Filmkritiker Stephan kennen. Eine komplizierte Beziehung bahnt sich an.

Wie erlebt Suzanne die Zeit nach der Vergewaltigung? Welchen Einfluss hat das Trauma auf ihre Beziehung? Und wie reagiert Stephan auf die Mauern, die sie aus Selbstschutz aufgebaut hat? Nur langsam erfährt der Protagonist des Romans, was sich drei Jahre zuvor auf Korfu abgespielt hat. Und er beschließt, auf die Insel zu fahren, um dort nach Antworten zu suchen, die ihm Suzanne nicht geben will oder kann.

“Das Ende der Leichtigkeit” regt trotz der vermeintlich leichten Lektüre zur Diskussion an: Wenn jede dritte Frau in ihrem Leben Opfer sexueller Gewalt wird, muss ein nicht unerheblicher Teil der Männer das Potential zum Täter haben. Wie kommt es, dass trotz dieser hohen Zahl das Thema in der Öffentlichkeit kaum Beachtung findet und deswegen so wenige Menschen ihm gegenüber sensibilisiert sind?

“In relativ kurzer Zeit begegnete ich mehreren Frauen, die mir von persönlichen Erfahrungen mit sexueller Gewalt erzählten”, sagt Norbert Krüger auf die Frage, warum er dieses Buch schrieb. “Schnell wurde mir meine völlige Unfähigkeit bewusst, angemessen auf ihr Schicksal zu reagieren. Also begann ich, zu recherchieren.”

Die zahlreichen Bücher und Artikel, die Krüger für seine Recherche nutzte, hat er im Literaturanhang am Ende des Romans zusammengestellt. Bei der Lektüre des Materials entstand die Idee zum “Ende der Leichtigkeit”. Sieben Jahre arbeitete er an der Geschichte, bis sie die heutige Form annahm. Die intensive Beschäftigung des Autors mit der Position von Opfern und Tätern führt dazu, dass der Roman trotz des brisanten Themas nie ins Spekulative abrutscht.

Bereits 1997 veröffentlichte Krüger seinen ersten Erzählband, “Die schönste Sache der Welt”. Damals urteilte der ekz-Bibliotheksservice: “Für jeden Belletristikbestand zu empfehlen”. In verschiedenen Zeitschriften und Anthologien sind Texte von ihm erschienen, unter anderem die Erzählung “Feucht” im deutschen “Playboy” und die persische Übersetzung seiner Erzählung “Berührungen” in der Literaturzeitschrift für Exiliraner, “Sharazâd”.

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